PRESSESPIEGEL

(Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung, 10.10.2005)

"Das ganze Leben ist ein Pfostenschuss- Fußball Kabarett im Mannheimer Schatzkistl"

Dass die WM unaufhaltsam auf Deutschland zudribbelt, wissen Trainer, Väter und die schon von der Bundesliga geplagten Ehefrauen seit langem. Doch auch dem runden Leder nicht so zugeneigte Schöngeister dürften bald auf den Geschmack dieses Sportes kommen, denn äußerst termingerecht wird der Fußball an sich als Kulturgegenstand entdeckt und in seine intellektuellen Einzelheiten zerlegt.

„Was ist eigentlich Fußball?“ fragt sich denn auch Stephanie Theiß in der Rolle der Wally in „Das Mädchen, das Uwe Seeler sein musste“, einer Uraufführungsproduktion von KulturNetz Mannheim und „Schatzkistl“.

Die One- Woman- Komödie in zwei Halbzeiten von Steffen Herbold startete unter der Regie von Vilmar Bieri und spielt gekonnt mit Mythen und Legenden des Fußballs. Wally geht in Selbstreflexionen dem Fußball auf den seelischen Grund – und das als Frau. Der Zuschauer wird Zeuge einer philosophisch- gesanglich- kaufmännischen Betrachtung eines Etwas, das doch nur Spiel ist oder aber die wichtigste Sache der Welt, die auf „irgendeiner übergeordneten Metaebene“ doch wieder nur Geschäft sei. Liegt der Sinn des Fußballs in der Faszination, dass 22 Millionäre wie rotznäsige Jungs nach der Schule auf dem Rasen rumrennen? Als Gewissheit bleibt, dass Fußball viel mehr Abbild des Lebens ist, als bisher angenommen. Stephanie Theiß zeigt mit mitreißendem Engagement und stimmlichem Einsatz, dass das „ganze Leben ein Pfostenschuss“ sein kann.

Text: Magdalena Tonner

zum Seitenanfang
zurück zum Pressespiegel

Das Mädchen das Uwe Seeler sein musste

Wir unterstützen die Uwe Seeler Stiftung